REIT Special #3 – Dieser REIT bietet 9,5% Dividendenrendite
REIT Special #3 – Dieser REIT bietet 9,5% Dividendenrendite

REIT Special #3 – Dieser REIT bietet 9,5% Dividendenrendite

Heute stelle ich die dritte Aktie aus dem REIT Depot vor. REITS sind für mich ein wichtiger Bestandteil, da sie in der Regel verlässliche Dividendenzahler sind und zudem eine attraktive Dividendenrendite vorweisen. In dieser Analyse geht es um die Aktie von Omega Healthcare Investors, einen REIT, der in der Gesundheits- und Pflegebranche tätig ist. Das Unternehmen investiert in Neubau und Renovierung von Immobilien, welche dann als Seniorenwohnungen, Altenheime oder Pflegeeinrichtungen an Dritte vermietet werden.

Analyse zur Omega Healthcare – Aktie

Kennzahlen

ISINUS6819361006
SektorImmobilien
LandUSA
Marktkapitalisierung6,5 Mrd. USD
Kurs z.Z. der Analayse27,44 USD
Kurs/FFO Verhältnis 9,4
Dividendenrendite 9,5%
Stand10.03.2023

Aktienkurs

Der Aktienkurs der Omega Healthcare-Aktie läuft seitwärts, allerdings gab es immer wieder größere Ausschläge nach oben und nach unten. Die Corona-Pandemie sorgte für einen starken Einbruch, von dem sich Omega Healthcare bislang nicht erholen konnte. Aktuell notiert die Aktie deutlich tiefer als vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Quelle: aktien.guide*

Geschäftsmodell

Bevor wir uns die Qualität des Geschäftsmodells von Omega Healthcare anschauen, möchte ich nochmals kurz darauf eingehen, was REITs eigentlich sind. Im Anschluss analysiere ich ausführlich das Geschäftsmodell.

Was sind REITs?

REIT steht für Real Estate Investment Trusts. Es handelt sich um eine steuerbegünstigte Immobilien-Aktiengesellschaft. Das Unternehmen muss überwiegend in Immobilien investieren und einen Großteil der Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Im Gegenzug sind die Gewinne auf Unternehmensebene von der Körperschaftssteuer befreit. Aufgrund dieser Steuerbefreiung sind die Ausschüttungen von REITs üblicherweise recht hoch, Dividendenrenditen von 5% sind durchaus üblich.

Anleger haben durch die Beteiligung an einem REIT die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen an der Wertentwicklung von Immobilien teilhaben zu können. Gleichzeitig sind REIT-Aktien liquide und können jederzeit wieder verkauft werden – anders als die Immobilien selbst. In den USA sind REITs weit verbreitet – in Deutschland hingegen fristen sie ein Schattendasein.

Werbeanzeigen
Produkt
  • Nutzen: Schafft das Produkt oder die Dienstleistung einen echten Mehrwert oder löst es ein Problem?
  • Dringlichkeit: Können Kunden leicht darauf verzichten?

Omega Healthcare Investors (im Folgenden Omega Healthcare) ist ein Triple-Net-Lease-REIT, der die Betreiber von Pflegeeinrichtungen (SNF) und Einrichtungen für betreutes Wohnen (ALF) mit Finanzierung und Kapital unterstützt. Beim Triple-Net-Leasing (Triple-Net oder NNN) verspricht der Mieter, alle Kosten der Immobilie zu zahlen, einschließlich Grundsteuern, Gebäudeversicherung und Instandhaltung. Omega Healthcare kauft dem Kunden das errichtete Gebäude ab und vermietet dieses anschließend wieder langfristig an den Kunden zurück. Der Kunde muss zwar neben der Miete für alle laufenden Kosten aufkommen, hat aber sein in das Gebäude investiertes Kapital zurück und kann dieses in sein Geschäftsmodell investieren. Omega Healthcare bekommt im Gegenzug für den Kauf relativ sichere monatliche Mieterträge, ohne dass man sich um die Instandhaltung und den Betrieb des Gebäudes kümmern muss.

Omega Healthcare war einer der ersten börsennotierten REITs, der explizit zur Finanzierung, dem Bau und der Renovierung von Pflegeeinrichtungen strukturiert wurde. Nach einer Fusion mit Aviv im Jahr 2015 wurde Omega zu einem der größten börsennotierten REITs in den USA für SNFs. Omega Healthcare besitzt aktuell ein Portfolio von über 900 Pflegeheim-Immobilien in den USA und Großbritannien, die von derzeit 63 Mietern betrieben werden. Das Immobilienportfolio besteht zu 78% aus Skilled Nursing Facilities (also Pflegeheimen) und zu 22% aus Senior Housing Facilities (also Seniorenwohnungen).

Werbeanzeigen

Das Geschäftsmodell von Omega Healthcare basiert auf langfristigen Pachtverträgen mit den Pflegeheimbetreibern. Diese Verträge bieten den Mietern langfristige Stabilität und ermöglichen es Omega Healthcare, stabile und vorhersehbare Mieteinnahmen zu generieren. Die Mietverträge haben in der Regel eine Laufzeit von 10 bis 15 Jahren und beinhalten auch eine jährliche Mieterhöhungsklausel.

Omega Healthcare unterstützt mit seiner Finanzierung die Betreiber der Einrichtungen. Das ist durchaus eine wichtige Funktion um den Kapitalbedarf der Betreiber zu sichern. Natürlich gibt es auch Alternativen zu einem Triple-Net-Lease Vertrag. So könnten die Mieter beispielsweise auch einen Kredit für die Errichtung des Gebäudes aufnehmen und das Gebäude selbst behalten. Dies ist oftmals aber deutlich teurer und bindet mehr Kapital, das so nicht mehr anderweitig investiert werden kann. Zudem bekommen nicht alle Mieter einen günstigen Kredit. Insgesamt stufe ich das Produkt für sinnvoll und dringlich ein.

Markt
  • Wachstum: Wächst der Markt, in dem das Unternehmen tätig ist?
  • Evergreen: Handelt es sich um einen etablierten Markt oder ist das Unternehmen in einem kurzfristig gehypten Markt tätig?

Der Markt für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für betreutes Wohnen ist ein bedeutender Teil des Gesundheitswesens in den Vereinigten Staaten. Pflegeeinrichtungen (SNFs – skilled nursing facilities) bieten professionelle Pflege für ältere Menschen an, die aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen Unterstützung benötigen. Einrichtungen für betreutes Wohnen (ALFs – assisted living facilities) bieten eine weniger umfassende Betreuung, um ältere Menschen zu unterstützen, die noch in der Lage sind, selbstständig zu leben, jedoch Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben wie Mahlzeiten, Hausarbeit und medizinischer Versorgung benötigen.

Dieser Markt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die wachsende Zahl älterer Menschen und die steigende Nachfrage nach professioneller Pflege haben zu einem Anstieg der Anzahl der Einrichtungen und der Verfügbarkeit von Betten geführt. Laut Daten der American Health Care Association gab es im Jahr 2020 etwa 15.655 Pflegeeinrichtungen in den USA mit insgesamt 1,7 Millionen Betten. Die Anzahl der Einrichtungen für betreutes Wohnen belief sich im Jahr 2018 auf etwa 28.900 mit insgesamt 811.500 Einheiten.

Infolgedessen ist der Markt für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für betreutes Wohnen in den USA sehr wettbewerbsintensiv. Einrichtungen konkurrieren um Patienten und Kunden, was zu einem hohen Druck auf die Preise führt. Dies ist sicherlich nicht sonderlich gut für die Betreiber dieser Einrichtungen. Für Omega Healthcare als Vermieter der Immobilien hingegen ist das kein besonders großes Problem. Lediglich dann, wenn einer der Mieter aufgrund der hohen Konkurrenz die Miete nicht mehr zahlen kann, ist Omega Healthcare davon betroffen.

Werbeanzeigen

Die COVID-19-Pandemie hatte zunächst erhebliche Auswirkungen auf Pflegeheime. Denn aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen und entsprechender Kosten kamen viele Betreiber in Schwierigkeiten. Nun scheint allerdings die COVID-19-Pandemie überwunden zu sein und der Langzeitpflegemarkt soll nach Schätzungen bis zum Jahr 2028 mit voraussichtlich 5,6 % pro Jahr wachsen. Das finde ich durchaus attraktiv.

Omega Healthcare profitiert davon. Zum einen werden neue Einrichtungen benötigt, zum anderen steigen die Mieten von Jahr zu Jahr, so dass das Wachstum für die kommenden Jahre gesichert sein sollte.

Profitabilität und Kosten
  • Ist das Geschäftsmodell mit hohen Produktionskosten verbunden?
  • Verdient das Unternehmen am Ende des Tages Geld?
  • Ist das Geschäft mit hohen Investitionen verbunden oder kann das Unternehmen ohne hohen Kapitaleinsatz wachsen?
  • Wie personalintensiv ist das Geschäft?

Die Bruttomarge ist ein wichtiger Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens. Sie gibt an, wie viel Gewinn ein Unternehmen aus dem Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen erzielt, nachdem die direkten Kosten der Produktion oder Bereitstellung abgezogen wurden. Bei einem Immobilien-REIT gibt diese also an, wie viel Einkommen aus den Immobilien generiert wird, nachdem die direkten Kosten der Immobilienverwaltung und -wartung abgezogen wurden. Eine hohe Bruttomarge weist demnach darauf hin, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Immobilien effektiv und effizient zu verwalten.

Quelle: aktien.guide*

Die Bruttomarge von Omega Healthcare liegt bei 60%. Das ist ein guter Wert im Vergleich zu den Konkurrenten Welltower und Healthpeak. Die Bruttomarge kann bei REITs aus dem Gesundheitssektor aber auch bei 75% (Medical Properties Trust) oder sogar 90% (LTC Properties) liegen.

Auch die Nettomarge liegt mit knapp 48% in einem guten Bereich. Das Unternehmen ist seit 2003 profitabel und hat bewiesen, dass man mit dem Geschäftsmodell seit Jahren gutes Geld verdienen kann.

Damit Omega Healthcare wachsen kann, müssen neue Objekte ins Portfolio aufgenommen werden. Dies ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass REITs verpflichtet sind, mindestens 90% ihres steuerpflichtigen Einkommens an die Aktionäre auszuschütten. Dies geschieht normalerweise in Form von Dividenden. Das bedeutet, dass REITs in der Regel nicht viel Spielraum haben, um ihre Gewinne wieder in das Unternehmen zu reinvestieren. Aus diesem Grund müssen REITs oft neue Aktien ausgeben oder Schulden aufnehmen, um das Wachstum zu finanzieren.

Im Fall von Omega Healthcare hat sich die Zahl der ausgegebenen Aktie so von 20 Mio. Stück im Jahr 2000 auf nunmehr 243 Mio. Stück mehr als verzwölffacht. Aktionäre werden damit stark verwässert.

Quelle: aktienfinder.net

Ein hoher Umsatz pro Mitarbeiter ist ebenfalls ein Indikator für ein attraktives Geschäftsmodell. Wenn ein Unternehmen in der Lage ist, mehr Umsatz mit weniger Arbeitskräften zu generieren, ist es in der Regel effizienter und profitabler. Ein hoher Umsatz pro Mitarbeiter kann auch bedeuten, dass das Unternehmen in der Lage ist, schneller zu skalieren und zu wachsen, ohne seine Kosten zu erhöhen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und steigender Löhne ist ein personal armes Geschäftsmodell besonders attraktiv.

Omega Healthcare hat derzeit einen Umsatz von rund 800 Mio. USD pro Jahr. Aktuell sind nur 52 Mitarbeitende beschäftigt. Mehr sind für die Verwaltung der Immobilien nicht nötig. Damit liegt der Umsatz pro Mitarbeiter bei etwas mehr als 15 Mio. USD. Das ist ein herausragender Wert, der zeigt, wie gut das Geschäft von Omega Healthcare skaliert ist.

Lock-In-Effekte und wiederkehrende Umsätze?
  • Lock-In-Effekte: Wie schwer ist es für Kunden, zu einem Konkurrenten zu wechseln?
  • Wiederkehrende Umsätze: Sind Umsätze wiederkehrend und damit planbar?

Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell einen Lock-In-Effekt und wiederkehrende Umsätze aufweisen, sind besonders attraktiv. Beides sichert dem Unternehmen ein stabiles und vorhersehbares Einkommen. Ein Lock-In-Effekt tritt auf, wenn Kunden aufgrund von Netzwerkeffekten, hohen Wechselkosten oder anderen Gründen an ein Unternehmen gebunden sind und es schwer haben, zu einem Wettbewerber zu wechseln. Darüber hinaus sichern wiederkehrende Umsätze (Recurring Revenue) stabile und planbare Einnahmen. Zum Beispiel können Abonnement-Modelle oder Wartungsverträge dazu führen, dass Kunden regelmäßig für Produkte oder Dienstleistungen bezahlen, was zu wiederkehrenden Umsätzen führt. Unternehmen mit einem starken Lock-In-Effekt und wiederkehrenden Umsätzen sind widerstandsfähiger gegenüber Konjunktur- und Marktzyklen, da ihre Geschäftsmodelle nicht so stark von kurzfristigen Schwankungen abhängig sind.

Omega Healthcare erfüllt beides. Denn durch die langfristig laufenden Mietverträge kann mit relativ sicheren Einnahmen geplant werden. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Mieter der Immobilien die Verträge kündigen und stattdessen zur Konkurrenz wechseln. Das wäre viel zu aufwändig.

Werbeanzeigen
Fazit zum Geschäftsmodell von Omega Healthcare

Das Geschäftsmodell von Omega Healthcare gefällt mir – wie das anderer REITs – sehr gut. Aufgrund langlaufender Mietverträge fließen relativ sichere Einnahmen und der Verwaltungsaufwand ist gering. Die Branche ist attraktiv. Die steigende Zahl von Senioren sollte auch zukünftig dafür sorgen, dass Immobilien in diesem Bereich benötigt werden. Eine “KI-Lösung”, die in anderen Branchen ganze Geschäftsmodelle bedroht, gibt es im Pflegebereich nicht. Lediglich ein Punkt geht für die hohen Investitionskosten und die damit verbundene Neuausgabe von Aktien verloren. Ansonsten bekommt Omega Healthcare 9 von 10 möglichen Punkten.

Risiken

Eine Dividendenrendite jenseits der 5% deutet immer darauf hin, dass ein Investment mit höheren Risiken verbunden ist. Daher lohnt sich der Blick auf die Risiken bei Omega Healthcare besonders.

Umfeld

Zum Umfeldrisiko gehören die Risiken, die mit den externen Faktoren zusammenhängen. Dazu zählen wirtschaftliche Faktoren wie Konjunkturzyklen und politische Rahmenbedingungen.

Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Corona-Pandemie legen. Denn diese hat das Geschäft von Omega Healthcare beeinflusst, da Pflegeheime zu den am stärksten betroffenen Einrichtungen während der Pandemie gehörten. Während der Pandemie wurden die Mieter der Einrichtungen mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Zum einen gab es eine erhöhte Sterblichkeit der Bewohner der Einrichtungen. Die Pflegeheimbetreiber, die Mieter von Omega Healthcare sind, mussten zusätzliche Ausgaben für Schutzausrüstung und erhöhte Personal- und Reinigungskosten stemmen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Aufgrund von Besuchsbeschränkungen und reduzierten Aufnahmekapazitäten hatten viele Pflegeheime jedoch auch Einnahmeverluste zu verzeichnen.

Trotz dieser Herausforderungen hat Omega Healthcare das Geschäft während der Pandemie relativ gut bewältigt. Die meisten seiner Mieter haben ihre Mietzahlungen weiterhin geleistet, und das Unternehmen konnte auch neue Mietverträge abschließen.

Insgesamt war der Einfluss der Pandemie auf das Geschäft von Omega Healthcare begrenzter als bei anderen Unternehmen, da das Geschäftsmodell von Omega Healthcare auf langfristigen Mietverträgen basiert, die eine gewisse Stabilität bieten. Darüber hinaus sind Gesundheitsimmobilien wie Pflegeheime weiterhin eine wachsende Branche, da die Nachfrage nach solchen Einrichtungen aufgrund der alternden Bevölkerung steigt.

Risiko: mittel

Kunden

Omega Healthcare Investors ist von seinen Kunden, den Pflegeheimbetreibern, abhängig, um Mieteinnahmen zu generieren. Wenn die Mieter nicht in der Lage sind, die Mietzahlungen zu leisten, kann dies das Geschäftsergebnis von Omega Healthcare negativ beeinflussen. Dieses Risiko hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass Investoren Bedenken hatten, da Omega Healthcare einige seiner Mieter aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten verloren hat. Zudem sind einige Mieter durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Derzeit zahlen nach Angaben von Omega Healthcare rund 12% der Mieter nicht oder nicht vollständig ihre Miete.

Gleichzeitig arbeitet Omega Healthcare jedoch aktiv daran arbeitet, das Risiko zu minimieren, indem es nur mit zuverlässigen Betreibern zusammenarbeitet und seine Mietverträge so strukturiert, dass sie stabile und nachhaltige Einnahmen generieren. Dabei stehen die Top 10-Mieter für 63% des Umsatzes. Hier ergibt sich schon eine hohe Abhängigkeit dieser Hauptmieter, so dass die Diversifikation aus meiner Sicht besser sein könnte.

Risiko: mittel

Werbeanzeigen
Produkt

Eine Veränderung in der Art und Weise, wie die Gesundheitsversorgung erbracht wird, oder eine Verschiebung der Nachfrage nach anderen Arten von Gesundheitseinrichtungen könnte sich auf das Geschäftsergebnis von Omega Healthcare auswirken. Dieses Risiko ist jedoch begrenzt, da Gesundheitsimmobilien wie Pflegeheime eine wachsende Branche sind. Die Nachfrage sollte in den kommenden Jahren aufgrund der alternden Bevölkerung weiter steigen.

Risiko: gering

Konkurrenz

Omega Healthcare ist nicht das einzige Unternehmen, das in Gesundheitsimmobilien investiert. Es gibt andere Immobilieninvestment-Trusts und private Investoren, die ebenfalls in diese Branche investieren. Omega Healthcare muss sich daher bemühen, sich von anderen Anbietern abzuheben, um seine Marktstellung zu behaupten. Die Konkurrenz ist jedoch begrenzt, da der Einstieg in diese Branche mit hohen Investitionen und spezialisiertem Know-how verbunden ist, was potenzielle Konkurrenten abschrecken kann.

Risiko: gering

Finanzen

Omega Healthcare bekommt von den Rating Agenturen ein BBB- bzw. Baa3 Kredit-Rating. Diese gelten gerade noch als Investment-Grade. Die Nettoverschuldung liegt bei rund dem 5,4-fachen operativen Gewinn, was für einen REIT noch akzeptabel ist.

Quelle: Omega Healthcare IR

Natürlich muss man in Zeiten steigender Zinsen bei Nachfinanzierung auslaufender Kredite zunehmend mehr für Fremdkapital zahlen. Die steigenden Zinsen belasten damit die zukünftigen Gewinne von Omega Healthcare. Es ist daher nicht erstaunlich, dass der Aktienkurs von Omega Healthcare in letzter Zeit gefallen ist. Weiter steigende Zinsen sorgen für ein mittleres Risiko.

Risiko: mittel

Fazit zu den Risiken

Omega Healthcare ist mit gewissen Risiken verbunden. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Pflegeeinrichtungen besonders anfällig sind, wenn ein aggressives Virus weltweit grassiert. Auch die neue Zinsrealität drückt auf die Gewinne und hat dazu geführt, dass der Aktienkurs von Omega Healthcare nachgegeben hat. Gleichzeitig ist die Vermietung von Immobilien ein solides Geschäft und der erhöhten Verschuldung stehen auch Sachwerte gegenüber. Insgesamt bekommt Omega Healthcare 3,5 von 5 Punkten.

Burggraben

Unternehmen mit tiefem Burggraben unterscheiden sich von ihrer Konkurrenz durch einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil, der es den Unternehmen ermöglicht, mittel- bis langfristig eine über dem Durchschnitt liegende Rendite zu generieren. Schauen wir also nun, welche Faktoren bei Omega Healthcare für einen Burggraben sprechen:

Stellung gegenüber den Kunden

Die Mieter haben in der Regel eine begrenzte Verhandlungsmacht gegenüber Omega Healthcare. Die Mietverträge werden langfristig geschlossen und enthalten üblicherweise automatische Preisanpassungen, die sich an der Inflation orientieren. Darüber hinaus können die Mieter – also die Pflegeeinrichtungen und Gesundheitseinrichtungen – nicht einfach die Objekte bei zu hohen Mieterhöhungen verlassen, da ihr gesamtes Geschäftsmodell an die Einrichtung geknüpft ist. Ein “Umzug” der Bewohner wäre nicht vorstellbar. Infolgedessen ist es wahrscheinlicher, dass sie bereit sind, höhere Mieten zu zahlen, um sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Einrichtungen nutzen können.

Wettbewerbsintensität

Der Markt für die Vermietung von Immobilien für Pflegeeinrichtungen in den USA ist ein umkämpftes Marktsegment. Es gibt eine Reihe von REITs, die um geeignete Immobilien für den Betrieb von Pflegeeinrichtungen konkurrieren. Zu den wichtigsten Wettbewerbern gehören Ventas, Healthpeak Properties, Welltower, Sabra Health Care-REIT und Omega Healthcare, um nur einige zu nennen.

Auch wenn es sich um einen wachsenden Markt handelt, werden nicht jeden Monat neue Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für betreutes Wohnen benötigt. Die verschiedenen REITs stehen bei neuen Projekten daher in hoher Konkurrenz zueinander, da es für die Betreiber der Einrichtungen grundsätzlich keinen Unterschied macht, welcher REIT sich um die Finanzierung des Projektes kümmert.

Werbeanzeigen
Lieferantenabhängigkeiten

Da Omega Healthcare in Immobilien für Gesundheitseinrichtungen investiert, ist man nicht unmittelbar von Lieferanten abhängig, wie es bei Unternehmen der Fall ist, die Produktionsmaterialien oder Rohstoffe beziehen müssen. Die primäre Geschäftstätigkeit von Omega Healthcare besteht darin, Immobilien für den Betrieb von Pflege- und Betreuungseinrichtungen zu erwerben, zu entwickeln und zu finanzieren. Diese Immobilien werden dann an Betreiber von Pflegeeinrichtungen vermietet, die für den Betrieb der Einrichtungen verantwortlich sind und in der Regel selbst für die Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen zuständig sind.

Es kann indirekte Abhängigkeiten von Lieferanten geben, wie beispielsweise eine mittelbare Abhängigkeit der Verfügbarkeit von geeigneten Baustoffen, Bauunternehmen oder Dienstleistern für die Entwicklung und Wartung von Immobilien. Auch können bei der Finanzierung von Immobilien Finanzinstitute, Investmentbanken oder andere Akteure involviert sein, auf die Omega Healthcare in gewissem Maße angewiesen ist. Insgesamt ist die Abhängigkeit aber gering.

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Pflege- und Betreuungseinrichtungen erbringen unverzichtbare Dienstleistungen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Alternativen dazu gibt es kaum. Die Bedrohung durch Ersatzprodukte ist damit für Omega Healthcare Investors relativ gering. Selbst wenn alternative Betreuungsmöglichkeiten wie Homecare oder ambulante Pflegedienste vorhanden sind, können sie den Bedarf an stationärer Pflege und Betreuung nicht vollständig ersetzen.

Gefahr durch neue Wettbewerber

Die Gefahr neuer Wettbewerber sehe ich ebenfalls als gering an. Das Geschäft ist kapitalintensiv. Zudem benötigt man eine gute Expertise und viel Erfahrung, um geeignete Immobilien zu erwerben und zu entwickeln.

Fazit zum Burggraben von Omega Healthcare

Für den Burggraben von Omega Healthcare vergebe ich 4 von 5 Punkten. Lediglich aufgrund der bestehenden Konkurrenz wird ein Punkt abgezogen.

ESG

Kommen wir nun zum ESG Rating der Omega Healthcare-Aktie. Wie immer greife ich hierfür auf den Refinitiv ESG Company Score zurück. Dieser kann einen Wert zwischen 0 (richtig schlecht beim Thema ESG) bis 100 (das Unternehmen erfüllt alle Kriterien an ESG) erreichen.

Omega Healthcare erreicht 65 von 100 möglichen Punkten und schneidet damit nur mittelmäßig ab. Im Rahmen meiner Bewertung bekommt Omega Healthcare somit 3,5 von 5 möglichen Punkten. Besonders gut schneidet Omega Healthcare bei den Menschenrechten sowie beim Management ab.


Kaffeekasse

Das Schreiben der Artikel macht viel Spaß, ist aber auch eine Menge an Arbeit. Wenn dir mein Blog gefällt, freue ich mich daher sehr über deine Unterstützung. Vielen Dank im Voraus. 🙂

1,00 €


Bewertung

Nachdem wir uns das Geschäftsmodell, die Risiken, den Burggraben und das ESG-Rating der Omega Healthcare-Aktie angeschaut haben, kommen wir nun zum Kernstück dieser Aktienanalyse: Der Bewertung.

Aktienliebe Scorecard

Normalerweise schaue ich an dieser Stelle immer auf die Aktienliebe Scorecard. Für REITs ist diese allerdings nicht aussagekräftig, weshalb ich hier darauf verzichte.

Fair Value Gewinn

Für die Bewertung der Omega Healthcare-Aktie nehme ich den Adjusted FFO (bei REITs schaut man aufgrund der hohen Abschreibungen für die Gebäude üblicherweise nicht auf den EBIT oder den Gewinn pro Aktie, sondern auf das operative Mietergebnis). Die Aktie ist – sofern man ihr eine vergleichbare Bewertung wie in den letzten 10 Jahre zubilligt – aktuell stark unterbewertet.

Quelle: aktienfinder.net

Selbst wenn sich der Aktienkurs nicht von der Stelle bewegen sollte, können sich Aktionäre über eine 9,5%ige Dividendenrendite freuen.

Fair Value Dividende

Auch der Blick auf die Dividende zeigt, dass die Omega Healthcare-Aktie derzeit unterbewertet ist. Mit einer Dividendenrendite von 9,5% liegt diese deutlich über dem Schnitt der letzten 10 Jahre.

Quelle: aktienfinder.net

Die Dividende von Omega Healthcare

Wer in Omega Healthcare investiert, der tut dies wegen der Dividende. Wie bereits mehrfach angesprochen beträgt die aktuelle Dividendenrendite rund 9,5%. In den Jahren 2003 bis 2020 wurde die Dividende von 0,15 USD auf 2,68 USD pro Aktie gesteigert. Seither wird die Dividende auf diesem Niveau konstant gehalten. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass dies auch in den kommenden Jahren so sein wird, mit weiterem Dividendenwachstum kann leider nicht gerechnet werden.

Quelle: aktien.guide*

Fazit

Wie lautet nun das Fazit meiner Analyse zur Omega Healthcare-Aktie? Ich halte sie für kaufenswert. Die aktuelle Bewertung der Aktie scheint mir sehr gering zu sein. Die Aktie wurde aus meiner Sicht zu stark abgestraft und bietet nun eine gute Absicherung nach unten. Das Geschäftsmodell ist nicht risikolos, aber insgesamt sehr solide. Wer wie ich Spaß an Dividenden hat, der sollte sich überlegen, ob Omega Healthcare nicht eine gute Beimischung in einem gut diversifizierten Dividendendepot sein könnte.

Vielen Dank, dass du auf dem Aktienliebe-Blog vorbeigeschaut hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren.

Kaffeekasse

Das Schreiben der Artikel macht viel Spaß, ist aber auch eine Menge an Arbeit. Wenn dir mein Blog gefällt, freue ich mich daher sehr über deine Unterstützung. Vielen Dank im Voraus. 🙂

1,00 €

Disclaimer

Ich habe die Analyse zur Omega Healthcare-Aktie und seiner Dividende nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, kann aber die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten nicht garantieren. Es handelt sich um einen journalistischen Beitrag, der ausschließlich Informationszwecken dient. Es findet keinerlei Anlageberatung von Aktienliebe statt. Ferner ist dieser Beitrag keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Bitte beachte, dass der Kauf von Aktien immer mit hohen Risiken verbunden ist, der im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust des investierten Kapitals führen kann. Ich kann daher keinerlei Haftung für die von dir getroffenen Investitionsentscheidungen übernehmen.

* Die mit * gekennzeichneten Links sind sog. Affiliate Links. Wenn du über diesen Link eine Handlung vornimmst, bekomme ich eine kleine Provision. Dir entstehen keine zusätzlichen Kosten, allerdings unterstützt du damit mich und meinen Blog 🙂

Ein Kommentar

Kommentar verfassen