Meta Aktienanalyse: Ein Absturz in die Bedeutungslosigkeit?
Meta Aktienanalyse: Ein Absturz in die Bedeutungslosigkeit?

Meta Aktienanalyse: Ein Absturz in die Bedeutungslosigkeit?

Facebook ging Anfang 2004 online und hat seinen Gründer Mark Zuckerberg zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Heute verbindet die Facebook Mutter Meta Milliarden von Menschen über Kontinente hinweg. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die jüngst allerdings ins Stocken geraten ist. Die Aktie notiert mehr als 70% unter ihrem Hoch, da das Unternehmen mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat. Ob die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ein Kauf ist, liest du in dieser Meta Aktienanalyse.

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Die Meta-Aktie im Überblick

Wie bei jeder Aktienanalyse schauen wir zunächst auf die wesentlichen Kennzahlen und den Kursverlauf der Meta-Aktie:

Kennzahlen

SektorTechnologie
Kurs in USD99,20
Börsenwert in Mrd. USD266,60
KGV 2022 / 202311 / 12
KUV 2022 / 20232,29 / 2,14
Dividendenrendite 0,00%
Free Cashflow Rendite 6,66%
Aktienliebe Score81,65%
Abstand 52W Hoch71,96%
Stand30.10.2022

Aktienkurs

Meta war bis zum Jahr 2022 eine echte Erfolgsstory, der Aktienkurs kannte eigentlich nur eine Richtung. Anfang Februar 2022 kam es dann zum Einbruch und die Aktie stürzte ab. Nun notiert sie 72% unter ihrem Hoch, der Boden ist bislang noch nicht erreicht.

Meta Aktienanalyse
Quelle: aktien.guide*

Was macht Meta?

Unternehmensgeschichte

Die ersten Schritte: Wir schreiben das Jahr 2003. Mark Zuckerberg, ein junger Harvard-Student für Psychologie und Informatik, stellt seine erste Website online. Auf facemash.com. können Nutzer aus zwei zufällig ausgewählten Bilder von Studentinnen entscheiden, wer die attraktivere von beiden ist. Beachtlich hierbei ist, dass die Bilder ohne Zustimmung der jeweiligen Studentinnen online gestellt wurde. Kurze Zeit später wurde Zuckerberg von den Winklevoss-Zwillingen gebeten, sie bei der Realisierung ihrer Seite zu unterstützen. Die Idee: Eine Online-Seite für Harvard Studenten, auf der man sich austauschen und vernetzen kann. Zuckerberg lehnt ab, ist aber dennoch sehr von dieser Idee angetan.

Gründung im Jahr 2004: Zusammen mit Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin geht Facebook am 4. Februar 2004 live. Facebook steht sinngemäß für Jahrbuch und fand schnell regen Anklang unter den Harvard Studenten. Zuckerberg stellte Facebook daher ein Jahr später für alle Ivy-League-Universitäten zur Verfügung. Die Winklevoss-Zwillinge beschuldigen ihn, ihre Idee gestohlen zu haben.

Like it! 2009 wurde der sog. „Like“-Button eingeführt. Nutzer können seither damit zeigen, ob ihnen die Beiträge oder Fotos andere Nutzer gefallen.

Der Börsengang: 2012 war es so weit: Facebook ging an die Börse. Dies war allerdings alles andere als erfolgreich. In der ersten Woche nach dem Börsengang sank der Aktienkurs von 38 auf rund 33 Dollar. Die Börsenaufsicht warf Facebook vor, Kleinanlegern Informationen vorenthalten zu haben. Es kam zu Sammelklagen auf Schadenersatz. Das Image litt.

Übernahmen: 2012 wurde Instagram für den Spottpreis von 1 Milliarde US-Dollar gekauft. 2014 folge WhatsApp. Für den Messenger-Dienst zahlte Facebook 4 Milliarden US-Dollar in bar und 15 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien. Im selben Jahr gab Facebook die Übernahme von Oculus VR bekannt.

Schlechter Ruf, Datenschutz: Das Image von Facebook bleibt leider weiterhin alles andere als gut. Im Rahmen der US-Präsidentschaftswahl gerät Facebook zunehmend in die Kritik. So sollen russische Agenten den US-Wahlkampf gezielt mittels Facebook beeinflusst haben. Des Weiteren wurde bekannt, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica Daten von bis zu 87 Millionen Facebook Nutzern missbräuchlich verwendet hat.

Das Metaverse – eine neue Ära beginnt? Im Juli 2021 kündigte Mark Zuckerberg an, Facebook zum Metaversum umzubauen. Infolgedessen erfolgt eine Umbenennung von Facebook in Meta. Seitdem wird massiv investiert, was zulasten der Gewinne geht. Meta gerät zunehmend unter Druck.

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Management

CEO ist immer noch Mark Zuckerberg, der Meta (Facebook) in 2004 gründet hat. Wie bereits in der Unternehmensgeschichte genannt studierte Zuckerberg Informatik an der Harvard University.

Zuckerberg ist ein Macher, der seine Ideen umsetzt. Er galt lange als Tech-Wunderkind, weil er mit seiner Idee, Menschen weltweit miteinander zu verbinden, das größte soziale Netzwerk der Welt aufgebaut hat. Zudem ist es ihm gelungen, aus einer Idee eines der größten Unternehmen der Welt aufzubauen, das zudem Unmengen an Cash erwirtschaftet.

Der Name Zuckerberg ist aber auch mit negativen Schlagzeilen verbunden und viele werfen ihm unethisches Verhalten vor. Dies begann bereits im Jahr der Gründung von Meta (Facebook), als ihn die Winklevoss-Zwillinge beschuldigten, ihre Idee gestohlen zu haben. Zahlreiche Datenschutzskandale, z.B. um Cambridge Analytica, sowie Vorwürfe zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 sorgten dafür, dass Zuckerberg und sein Konzern einen schlechten Ruf in Teilen der Öffentlichkeit genießen.

In letzter Zeit konnte man auch zunehmend Fake Accounts bei Instagram bemerken. Diese geben sich für andere Accounts mit großer Reichweite aus und wollen den Followern dann dubiose Produkte oder Kryptowährungen verkaufen. Auch hier gibt Zuckerberg bzw. Meta kein gutes Bild ab. Es dauert mitunter Monate, bis diese Fake Accounts gelöscht werden.

Zuckerberg sollte seinen Fokus darauf legen, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. So könnte man endlich damit anfangen, das Datenschutzthema erst zu nehmen. Dennoch muss man ihm zugutehalten, dass er das Unternehmen aufgebaut hat und dieses als sein Lebenswerk betrachtet. Er verfolgt das Ziel, Meta voranzutreiben und agiert damit im Sinne der Aktionäre, wenn es um den langfristigen Unternehmenserfolg geht.

Branchenanalyse

Meta ist im Markt für Online-Werbung tätig. Dieser soll nach Schätzungen bis zum Jahr 2026 mit voraussichtlich mit einer CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 14,3 % wachsen. Covid-19 hatte zuletzt den E-Commerce befeuert und viele Unternehmen gezwungen, ihre Werbekonzepte anzupassen. Wer in den sozialen Medien nicht präsent ist, verliert Kunden und Marktanteile.

Die Konkurrenz ist groß, gleichwohl ist Meta als Nummer 2 hinter Google-Mutter Alphabet sehr gut im Markt positioniert.

Meta Aktienanalyse
Quelle: https://digiday.com/marketing/the-rundown-google-meta-and-amazon-are-on-track-to-absorb-more-than-50-of-all-ad-money-in-2022/

Aufgrund der steigenden Inflation sowie der drohenden Rezession kürzen allerdings viele Unternehmen derzeit ihre Werbebudgets. Es ist daher aus meiner Sicht fraglich, ob die o.g. Wachstumsraten tatsächlich erreicht werden können.

Das Geschäftsmodell im Detail

Facebook (inkl. Instagram) ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Nach eigenen Angaben hat man weltweit rund 2,8 Mrd. monatlich aktive Nutzer. Neben der eigentlichen Facebook Plattform gehören auch Instagram und WhatsApp zum Konzern. Instagram kann durchaus als Perle im Unternehmen bezeichnet werden. WhatsApp wurde bislang noch nicht kommerzialisiert und verspricht daher ebenfalls noch Potenzial.

Geld wird vor allem durch Werbung erwirtschaftet. Die Kunden wissen, dass sie hier mit ihrer Werbung eine große Gruppe von relevanten Nutzern erreichen können und sind daher auch bereit, höhere Preise dafür zu zahlen.

In jüngster Zeit kämpft Meta allerdings mit sinkenden Werbeeinnahmen. Viele Kunden kürzen infolge von Sparmaßnahmen ihre Werbebudgets. Dies ist für viele Unternehmen oftmals der einfachste und schnellste Weg, um kurzfristige Kostensteigerungen vorzunehmen. Zudem hat Meta große Probleme mit den neuen Datenschutz-Regeln von Apple. Denn das neue Betriebssystem für iPhones erschwert die Personalisierung von Werbeanzeigen und macht Anzeigen bei Meta damit weniger wertvoll für die Kunden.

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Umsatzverteilung

Den Löwenanteil des Umsatzes macht das Werbegeschäft aus. Auf seinen verschiedenen sozialen Plattformen wird für die Nutzer zugeschnittene Werbung gezeigt. Rund 98% des Gesamtumsatzes erzielt Meta in diesem Segment.

Der Verkauf von Virtual- und Augmented-Reality-Produkten, Software und Geräten trägt nur 2% zum Umsatz bei. Hierbei geht es hauptsächlich um Virtual-Reality-Headsets (Meta Quest), vernetzte Bildschirme (Facebook Portal) oder andere tragbare Geräte. Hier sieht man sehr deutlich, dass die Metaverse Fantasie von Meta noch in den Kinderschuhen steckt und bislang kein Geld einbringt.

Meta ist weltweit tätig und die Umsätze über Länder gut diversifiziert. 44% kommen aus den Vereinigten Staaten und Kanada, 24% aus Europa und 23% aus Asia-Pacific.

Meta Aktienanalyse

SWOT Analyse

Stärken

  • Hohe Profitabilität: Meta arbeitet sehr profitabel. Man bereits ein sehr skalierbares Geschäftsmodell. Und das zeigt sich in der einer EBIT Marge von rund 26%.
  • Hoher Free Cashflow: Zusätzlich erwirtschaftet man sehr viel Cash. Meta ist nicht verschuldet, sondern sitzt auf einem hohen Berg an Nettoliquidität. Damit kann der Umbau zum Metaverse-Konzern finanziert werden. Dabei können sicherlich auch einige sinnvolle Übernahmen getätigt werden.

Schwächen 

  • Schlechte Reputation: Auch wenn fast die Hälfte der Weltbevölkerung Facebook, Instagram und WhatsApp regelmäßig nutzt, genießt der Konzern einen eher schlechten Ruf. Dies gilt vor allem aufgrund der Datenschutzskandale der letzten Jahre. Mark Zuckerberg trägt auch nicht gerade zu einem steigenden Nutzervertrauen bei. Schließlich geht Meta auch nur halbherzig gegen Hasskommentare und Beleidigungen auf seinen Plattformen vor.
  • Sinkendes Nutzerwachstum, Fake Accounts: Facebook, Instagram und WhatsApp haben bereits jetzt 3,6 Milliarden monatliche Nutzer. Dies entspricht knapp der Hälfte der Weltbevölkerung. In China werden die Meta Dienste nicht genutzt. Die dortige Bevölkerung (gut 1,4 Milliarden Menschen) fallen damit für das Nutzerwachstum weg. Man sieht also schnell, dass die bestehenden Plattformen wohl in den kommenden Jahren nicht mehr so schnell bei den Nutzerzahlen wachsen werden wie in der Vergangenheit. Zudem kämpft Meta insbesondere bei der Tochter Instagram mit einer steigenden Zahl von Fake Accounts. Kriminelle kopieren hierbei die Accounts bekannter Influencer, kaufen sich tausende von Followern und versuchen den Nutzern dann fragwürdige Produkte zu verkaufen. Leider geht Meta aus unserer Erfahrung nicht konsequent gegen diese Fake Accounts vor. Trotz hundertfacher Meldung dauert es mitunter Monate, bis diese wieder gelöscht werden.
  • Facebook – ein Auslaufmodell? Junge Menschen sind eher bei Instagram oder bei der Konkurrenz Snap und TikTok unterwegs. Facebook wird zunehmend nur noch von älteren Menschen genutzt. Das einst großartige soziale Netzwerk hat seinen Zenit schon lange überschritten. Es ist Meta nicht gelungen, die nachfolgenden Generation anzusprechen. Ob dies auch Instagram droht?

Chancen 

  • Kommerzialisierung von WhatsApp: Der Messenger Dienst ist bislang noch nicht kommerzialisiert. Hier könnte man auf einen Schlag zahlreiche Nutzer erreichen. Fraglich ist allerdings, ob und wann dies geschehen wird. Die Kommerzialisierungs-Fantasie besteht schon seit Jahren und bislang ist hier nichts geschehen. Und die Konkurrenz schläft nicht…
  • Metaverse: Gelingt es Meta, ein führender Player im Metaverse zu werden, dann könnte für Meta eine neue, noch bessere Zeit beginnen. Denn im Metaverse wäre man nicht mehr so stark auf die Smartphone Hersteller angewiesen. Denn ein Großteil des Umsatzes könnte dann aus dem Online Handel mit virtuellen Gütern (NFTs) kommen.

Risiken 

  • Metaverse scheitert: Das größte Risiko für Meta ist wohl ein Scheitern der ambitionierten Metaverse-Pläne. Ob das Metaverse tatsächlich kommt und welche Rolle Meta dabei spielen wird, ist vollkommen ungewiss. Meta investiert Milliarden, die im schlimmsten Fall einfach „weg“ sind.
  • Regulierungen: Seit Jahren gibt es politischen Gegenwind für Meta. Die Macht von Meta ist vielen Politikern ein Dorn im Auge.
  • Meta hat kein eigenes Betriebssystem: Apple hat kürzlich ein neues Datenschutz-Feature eingeführt. Damit können Nutzer das Tracking ihrer Aktivitäten zu Werbezwecken ablehnen. Das trifft Meta hart, denn genau damit verdient das Unternehmen sein Geld. Sollte Google mit seinem Betriebssystem Android ähnliche Datenschutzrichtlinien einführen, wäre das ein noch viel härterer Schlag für Meta. Denn Android hat einen weltweiten Marktanteil von 70% im Smartphone-Bereich.
  • Wachsende Konkurrenz: Gerade bei jüngeren Nutzern gewinnen andere Netzwerke wie TikTok zunehmend an Beliebtheit.

Das Schreiben der Artikel macht viel Spaß, ist aber auch eine Menge an Arbeit. Wenn dir mein Blog gefällt, freue ich mich daher sehr über deine Unterstützung. Vielen Dank im Voraus. 🙂

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Fundamentale Analyse

In diesem Abschnitt der Meta Aktienanalyse geht es um die Kennzahlen. Zunächst schauen wir wie immer auf den Aktienliebe Score und dann auf weitere Bewertungskennzahlen.

Aktienliebe Score

Mit der Aktienliebe Scorecard messen wir die Qualität der Kennzahlen sowie die aktuelle Bewertung. Beides ist gleich gewichtet und soll mit einer Kennzahl eine Indikation dazu geben, ob die Aktie aktuell kaufenswert ist oder nicht. Üblicherweise finden wir besonders diejenigen Unternehmen interessant, die mindestens 80% oder mehr in der Scorecard erreichen.

Meta Aktienanalyse

Mit einem hervorragenden Score von 82% schneidet die Meta Aktie gut in der Scorecard ab. Dies liegt vor allem an der wachstumsstarken Vergangenheit des Unternehmens. Aber gehen wir die vier Kriterien der Scorecard im Einzelnen durch.

Wachstum

Beim Wachstum konnte Meta in den letzten 5 Jahren überzeugen. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn ist das Unternehmen um mehr als 30% gewachsen – und das jedes Jahr. Beim Gewinn sticht vor allem das Jahr 2021 heraus. Hier war der operative Gewinn besonders hoch. In den kommenden drei Jahren sind die Wachstumsaussichten allerdings nicht mehr so rosig.

Meta Aktienanalyse

Risiko

Das Unternehmen hat keine Nettoschulden. Man sitzt aktuell sogar auf einem ordentlichen Cash-Polster, mit dem die Investitionen in das Metaverse finanziert werden können. Zudem kann Meta in Sachen Gewinnkontinuität überzeugen. Denn Meta konnte in den letzten Jahren jedes Jahr einen Gewinn erzielen und diesen kontinuierlich ausbauen. Der maximale Gewinnrückgang von einem Jahr auf das andere liegt bei 4%, wird sich aber kommendes Jahr deutlich erhöhen.

Profitabilität

Die Eigenkapitalrendite ist mit 25% sehr hoch, die EBIT Marge liegt bei 26%. Bislang arbeitet Meta sehr profitabel.

Bewertung

Schauen wir nun auf die Bewertung der Meta-Aktie. Im Rahmen meiner Scorecard fließt diese zu 50% in den Gesamtscore mit ein. Die Bewertung von Meta ist gerade nach dem jüngsten Kurseinbruch besonders spannend.

Im Rahmen der Scorecard wird ein einfaches DCF Modell genutzt. Diesem Modell liegt die Annahme zugrunde, dass der Unternehmenswert der Summe sämtlicher zukünftiger Gewinne entsprechen muss. Da ein Euro Gewinn in der Zukunft aufgrund der Inflation oder Opportunitätskosten weniger wert ist als ein Euro heute, werden die geschätzten zukünftigen Gewinne auf den heutigen Stichtag abgezinst (also diskontiert = discounted).

Ausgangspunkt ist wie immer das von Analysten erwartete Nettoergebnis für 2024. Aufgrund der ungewissen Erfolgsaussichten der Metaverse-Investitionen habe ich unterstellt, dass Meta zukünftig nicht mehr wachsen wird, allerdings auch weiterhin Gewinne erwirtschaftet. Bei diesen Annahmen ergibt sich eine jährliche Renditeerwartung von rund 10%, was einen Bewertungsscore von 78% bedeutet (100% werden bei 12,5% Renditeerwartung erreicht).

Meta Aktienanalyse

Weitere Bewertungsverfahren

Historischer Vergleich

Werfen wir außerdem noch einen kurzen Blick auf die Bewertung im historischen 5-Jahresvergleich. Gemessen am KGV und KUV ist die Meta-Aktie aktuell sehr günstig bewertet. Beide Kennzahlen liegen deutlich unter dem 10 Jahresdurchschnitt.

Fairer Wert

Für die dynamische Aktienbewertung schaue ich mir den um Sondereffekte bereinigten Gewinn an. Das KGV lag in den letzten 10 Jahren bei durchschnittlich 27. Aufgrund der eingetrübten Wachstumsaussichten und der hohen Unsicherheit korrigiere ich das bereinigte KGV auf 10. In diesem Fall sieht man auf der folgenden Abbildung, dass Anleger dann nur mit einer sehr geringen Rendite rechnen können.

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Dividende und ausstehende Aktien

Meta zahlt leider keine Dividende. Die Gewinne werden in weiteres Wachstum, vor allem in den Ausbau des Metaverse investiert. Zudem hat sich die Zahl der ausstehenden Aktien von 2017 mit 2,96 Millionen auf heute 2,68 Millionen reduziert. Der Gewinn pro Aktie ist damit gestiegen, ohne dass Aktionäre etwas dafür tun mussten.

Fazit der Meta Aktienanalyse

Ich bin sehr skeptisch, wie es bei Meta weitergeht. Die aktuelle Entwicklung bei Meta hat mich sehr enttäuscht und eine Investition zum jetzigen Zeitpunkt kommt – trotz des starken Kursrückgangs – für mich nicht infrage.

Aktuell spricht vieles gegen das Unternehmen: Ungewisse Zukunft, sinkende Gewinne und dazu ein schlechtes Image. Ob die Metaverse-Strategie aufgeht, ist fraglich. Es wird noch längere Zeit dauern, bis wir hier mehr wissen und Meta muss Milliarden investieren. Investoren erhalten zwischenzeitlich auch keine Dividende, um eine längere Durststrecke durchzuhalten.

Mein Fazit: Kein Kauf!

Ich hoffe, dir hat meine Meta Aktienanalyse gefallen. Ich freue mich über deine Unterstützung! Vielen Dank vorab und dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren!

Beste Grüße


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Disclaimer zur Meta Aktienanalyse

Wir haben die Meta Aktienanalyse nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können aber die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten nicht garantieren. Es handelt sich um einen journalistischen Beitrag, der ausschließlich Informationszwecken dient. Es findet keinerlei Anlageberatung von Aktienliebe statt. Ferner ist dieser Beitrag keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder eine sonstige Beratung. Es handelt sich nicht um Steuerberatung. Es handelt sich lediglich um unsere persönliche Meinung.

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