Netflix Aktienanalyse: Ist die Aktie nach 50% Kurseinbruch ein Kauf?
Netflix Aktienanalyse: Ist die Aktie nach 50% Kurseinbruch ein Kauf?

Netflix Aktienanalyse: Ist die Aktie nach 50% Kurseinbruch ein Kauf?

Netflix zählte lange Zeit zu den Corona-Profiteuren. Im Zuge weltweiter Lockdowns abonnierten viele Menschen rund um den Globus den Streaming-Dienst. Doch nach Bekanntgabe der Zahlen für das 4. Quartal wurde klar: Das Nutzerwachstum verlangsamt sich. Daraufhin kam es zu einem regelrechten Crash der Netflix-Aktie. In der heutigen Aktienanalyse zu Netflix schauen wir daher, ob das aktuelle Kursniveau nun eine gute Einstiegsgelegenheit darstellt oder ob Anleger lieber die Finger von der Aktie lassen sollten.

Netflix Aktie und Aktienanalyse

Die Netflix-Aktie im Überblick

Wie bei jeder Aktienanalyse schauen wir zunächst auf die wesentlichen Kennzahlen und den Kursverlauf der Netflix-Aktie:

Kennzahlen

NameNETFLIX, INC.
SektorKommunikation
Kurs in USD380,15
Börsenwert in Mrd. USD168,77
KGV 2022 / 202334 / 26
KUV 2022 / 20235,1 / 4,5
Dividendenrendite0,00%
Free Cashflow Rendite0,51%
Aktienliebe Score100,00%
Abstand 52W Hoch45,77%

Aktienkurs

Bis zum Jahr 2022 hat der Kursverlauf der Netflix-Aktie viel Freude bereitet. Es gab zwar immer wieder stärkere Rücksetzer. Insgesamt bewegte sich der Aktienkurs aber in einem langfristigen Aufwärtstrend. Mit Beginn des Jahres 2022 brach der Kurs allerdings sehr stark ein und notiert nun rund 45% unter seinem Hoch. Die Frage ist: Wird sich die Aktie auch dieses Mal wieder erholen? Das prüfe ich in der nun folgenden Netflix Aktienanalyse.

Netflix Aktienanalyse
Quelle: aktien.guide*

Geschäftsmodell

Unternehmensgeschichte

Die Gründung: Die Geschichte von Netflix begann im Jahr 1997. Die Gründer Wilmot Reed Hastings und Marc Randolph hatten die Idee, eine Online-Videothek zu betreiben. Kunden konnten sich Filme auf DVD und Blu-ray leihen, die dann per Post an die Abonnenten versendet wurden. Anfangs hatte Netflix 30 Mitarbeiter und 925 Filme im Sortiment.

Einführung eines monatlichen Flatrate-Preismodell: Seit 1999 setzt Netflix auf ein monatliches Abo-Modell. Kunden zahlten also nicht einen Preis pro ausgeliehenem Film, sondern einen monatlichen Festpreis.

Börsengang: Im Jahr 2002 erfolgte der Börsengang. Damals kostete eine Netflix Aktie 15 USD. Die Aktie hat sich seither mehr als verzwanzigfacht.

Einführung von Video-on-demand/Streaming: Im Jahr 2007 erweiterte Netflix sein Angebot. Neben der Möglichkeit, Filme per Post auszuleihen, konnten Kunden nun Filme per Streaming schauen. Dieses Angebot stieß schnell auf Gegenliebe und sorgte für eine rasch steigende Nachfrage. Heute erwirtschaftet Netflix 99,4% des Umsatzes mit den Streaming-Abonnements. Einnahmen aus dem DVD-Versand machen nur noch 0,6% aus.

Expansion: Guter Content ist der Schlüssel zum Erfolg von Netflix. Im August 2010 erwarb Netflix daher die Rechte am Onlinevertrieb von Filmen der Filmstudios Paramount Pictures, Lions Gate Entertainment und Metro-Goldwyn-Mayer für etwa eine Milliarde USD. Zudem begann die internationale Expansion. Im Januar 2016 war Netflix bereits in 130 Staaten verfügbar.

Corona-Profiteur: Aufgrund weltweiter Lockdowns konnte Netflix im Jahr 2020 36,5 Millionen neue Abonnenten gewinnen. Insgesamt wurden damit das erste Mal 200 Millionen zahlende Kunden erreicht.

Eintritt in den Gaming-Bereich: Im Juli 2021 wurde bekanntgegeben, dass man nun auch in die Gaming-Branche expandieren wolle. Abonnenten sollen neben Filmen und Serien zukünftig auch Spiele angeboten werden.

Management

Der Gründer Wilmot Reed Hastings ist noch heute CEO von Netflix. Hastings hat einen Abschluss in Mathematik am Bowdoin College und er diente im Friedenscorps. Dieses Programm entstand damals infolge des Kalten Krieges und sollte der chinesischen und sowjetischen Einflussnahme auf andere Staaten entgegenwirken. So unterrichtete er von 1983 bis 1985 Mathematik an einer Highschool in Swasiland.

Nach seiner Rückkehr in die USA studierte Hastings Computer Science an der Universität Stanford. Anschließend gründete er sein erstes eigenes Unternehmen. Pure Software – so der Name – verkaufte Software zur Aufspürung von fehlerhaften Programmcodes. Im Jahr 1997 kam es dann zur Gründung von Netflix.

Netflix hat Hastings zum Milliardär gemacht. Doch das ist kein Grund für den mittlerweile 61-Jährigen, sich zur Ruhe zu setzen. Noch heute leitet er die Geschicke des größten Streaming-Anbieters der Welt.

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Aktionärsstruktur

Unter den großen Aktionären findet man die üblichen Verdächtigen: Vanguard, BlackRock und andere institutionelle Anleger.

Netflix Aktienanalyse
Quelle: finanzen100.de

Auf eine Besonderheit möchten wir an dieser Stelle aber eingehen: Gründer und CEO Hastings hält heute noch 1,16% der Aktien von Netflix. Klingt zunächst vielleicht wenig. Tatsächlich haben die Aktien einen Wert von 2 Mrd. USD. Aus Sicht eines langfristig engagierten Aktionärs ist das sicherlich positiv. Aufgrund des hohen Vermögens kann wohl unterstellt werden, dass Hastings nicht nur die kurzfristige Gewinnoptimierung im Blick hat, sondern weiterhin am langfristigen Unternehmenserfolg interessiert ist.

Branche

Netflix ist im SVoD – Markt tätig. SVoD steht für Subscription-Video-on-Demand. Abonnenten haben unbegrenzten Zugang zu einer digitalen Bibliothek von Videoinhalten und zahlen dafür lediglich eine fixe monatliche Abonnement-Gebühr. Serien, Filme oder Dokumentationen können dann auf unterschiedliche Endgeräte über das Internet gestreamt werden.

2022 soll der Gesamtumsatz mit Video-Streaming (SVoD) rund 66.800 Mio. € betragen. Bis 2026 wird ein Marktvolumen von 93.600 Mio. € erwartet. Dies entspricht einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 8,81%.

Corona hat das Marktwachstum einmalig stark beschleunigt. Allerdings ist Video-Streaming in den Industrieländern schon recht verbreitet. Es dürfte etablierten Anbietern zunehmend schwerer fallen, neue Kunden hinzuzugewinnen. Für Netflix und Co. wird es daher zunehmend wichtiger, den durchschnittlichen Erlös pro Nutzer (ARPU, engl. Average Revenue Per User) zu steigern.

Konkurrenz

Der Markt für Video – Streaming ist umkämpft. Hier tummeln sich zahlreiche prominente Namen. Die wohl härtesten Konkurrenten sind:

  • Amazon: Amazon Prime Video
  • Disney: Disney+
  • Alphabet: Youtube
  • Apple: Apple TV

Bislang profitieren alle Unternehmen vom allgemeinen Marktwachstum. Allerdings wird es mit zunehmender Sättigung des Marktes in Zukunft immer schwieriger für die Unternehmen zu wachsen. Der Konkurrenzdruck ist damit hoch.

Sowohl Disney als auch Apple sind mit einem monatlichen Abo-Preis von 4,99 Dollar (Apple) und 6,99 Dollar (Disney) deutlich günstiger als Netflix.

Das Geschäftsmodell im Detail

Netflix verdient Geld mit Streaming-Abonnements

Kunden können gegen eine monatliche Fixgebühr beliebig viele Filme, Serien und Dokumentationen schauen. Angeboten werden dabei drei verschiedene Mitgliedschaften. Die Gebühren unterscheiden sich von Land zu Land: Basic, Standard und Premium.

Abo-Modelle sind aus Sicht eines Aktionärs großartig. Denn sie garantieren dem Unternehmen sog. recurring revenue (wiederkehrende Einnahmen). Das macht die Umsätze wertvoller, da diese besser planbar sind, als beispielsweise Umsätze von Industrieunternehmen.

Zudem ist das Geschäftsmodell sehr skalierbar. Netflix produziert den Content grundsätzlich unabhängig von der Zahl der Abonnenten. Die Produktionskosten sind dabei konstant. Wenn Netflix beispielsweise 1 Mio. neue Kunden gewinnt, steigen die Kosten für die Content-Produktion dadurch nicht. Die neuen Abonnenten tragen somit direkt zu einer Steigerung des Unternehmensgewinns bei. Das ist auch der Hauptgrund, warum Analysten bei Netflix zuallererst auf das Abonnentenwachstum schauen.

Technologieplattform

Des Weiteren profitiert Netflix von einer großartigen Technologieplattform. Man war das erste Unternehmen, das eine bequeme Möglichkeit für Streaming angeboten hat. Das Nutzererlebnis ist sehr gut, ganz egal, ob auf dem Fernseher, dem Tablet oder dem Handy gestreamt wird.

Zudem wird Kunden basierend auf den individuellen Streaming-Gewohnheiten automatisch vorgeschlagen, welche weiteren Serien oder Filme interessant sein könnten.

Content ist King

Um bei den Abonnenten weiterhin relevant zu bleiben, muss Netflix ständig neuen Content produzieren oder einkaufen. Denn man ist nur solange gut, wie man neue Serien und Filme liefert. Hierin ist Netflix besonders erfolgreich. Hatte man anfangs noch Content eingekauft, produziert man nun selbst exklusive Filme und Serien, die nur Kunden bei Netflix sehen können. Die Eigenproduktionen konkurrieren mittlerweile mit denen großer Filmstudios um die jährliche Oscar-Vergabe.

Klar ist aber auch, dass diese Produktionen viel Geld kosten. Netflix ist daher hoch verschuldet. Optisch macht Netflix trotzdem satte Gewinne. Dies liegt aber daran, dass die Serien und Filme buchhalterisch als Asset behandelt werden. Die Ausgaben werden damit nicht zum Zeitpunkt der Zahlung erfasst. Vielmehr gehen sie als Vermögenswerte in die Bilanz ein und werden über die Dauer ihrer Verfügbarkeit abgeschrieben. Nur diese Abschreibungen werden in den Cost of Revenues erfasst.

Netflix Aktienanalyse
Quelle: 2021 Quarterly Earnings, Netflix

Das ist auch der Grund, weshalb der Free Cashflow bei Netflix bislang immer negativ war. Auch wenn das Net Income ansprechend hoch erscheint, fließt weiterhin Geld aus dem Unternehmen. Netflix ist daher gezwungen, ständig neue Schulden aufzunehmen, um die wachsenden Ausgaben für die Content Produktion zu finanzieren.

SWOT-Analyse

Stärken

Großartiger Content: 6 der 10 beliebtesten Serien stammen von Netflix. Bei den Filmen liegen immerhin 2 in den Top Ten. Hier beweist Netflix Quartal für Quartal eindrucksvoll, dass man ein gutes Händchen für den Geschmack der Kunden hat.

Netflix Aktienanalyse
Quelle: Fourth Quarter Earnings, Netflix

Führender Streaming-Dienst: Netflix verfügt bereits jetzt über zahlreiche Kunden. Die Marke Netflix ist bekannt und wird mit Streaming in Verbindung gebracht. Man ist bekannt für guten Content. Auch wenn Abonnements monatlich leicht kündbar sind, stellt die gute Marktposition einen gewissen Burggraben dar. Es kommt nicht von ungefähr, dass es die Redewendung „Netflix and Chill“ in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft hat.

Schwächen 

Hohe Verschuldung: Die Content-Produktion ist teuer. Netflix hat ca. 18 Mrd. USD verzinste Schulden. Steigende Zinsen, wie sie jüngst von der US-Notenbank angekündigt wurden, sorgen für sinkende Gewinne.

Netflix Aktienanalyse
Quelle: aktienfinder.net

Bislang negativer Cashflow: Wir sind bereits darauf eingegangen, dass Netflix zwar optisch Gewinne erwirtschaftet, diese aber nicht in Form von Cashflow ankommen. Die Produktionskosten sind hoch. Und bislang gab es bei Netflix jedes Jahr in Summe Mittelabflüsse, also einen negativen Cashflow. Für die kommenden Jahre erwartet das Management eine Trendumkehr. Es bleibt aber abzuwarten, ob es Netflix gelingt, nachhaltig positive Cashflows zu erwirtschaften.

Chancen 

Neue Strategie?: Zuletzt geriet das Abonnentenwachstum leicht ins Stocken. Eine Möglichkeit, weitere Kunden anzusprechen wären werbefinanzierte Mitgliedschaften. Netflix hat sich bislang vor diesem Schritt gesträubt. Aber so könnte man weitere Abonnenten gewinnen und zusätzlich vom attraktiven Werbegeschäft profitieren. Aufgrund der Daten zu den Streaming-Vorlieben könnte Netflix so benutzergerechte Werbung gezielt schalten und zusätzlichen Cashflow generieren.

Weitere Fantasie kommt durch ein mögliches Merchandising- Geschäft nach dem Vorbild von Disney. Für beliebte Serien wie Stranger Things oder Kobra Kai können wir uns das sehr gut vorstellen.

Außerdem möchte Netflix ins Gaming-Geschäft einsteigen. Das wäre aus unserer Sicht der logische nächste Schritt zur Erweiterung des Produktangebots. Denkbar wären auch Sport- und Nachrichtenangebote.

Risiken 

Konkurrenz ist hoch: Wir sind bereits im Geschäftsmodell darauf eingegangen. Die zunehmende Konkurrenz kostet Abonnenten und damit zukünftige Gewinne. Netflix bleibt damit gezwungen, viel Geld für immer neuen Content auszugeben. Zudem könnten aufwändige Produktionen floppen.


Das Schreiben der Artikel macht viel Spaß, ist aber auch eine Menge an Arbeit. Wenn dir mein Blog gefällt, freue ich mich daher sehr über deine Unterstützung. Vielen Dank im Voraus. 🙂

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Fundamentale Analyse

Aktienliebe Score

In diesem Abschnitt der Netflix Aktienanalyse geht es um die harten Zahlen. Mit der Aktienliebe Scorecard messen wir die Qualität der Kennzahlen sowie die aktuelle Bewertung. Beides ist gleichgewichtet und soll mit einer Kennzahl eine Indikation dazu geben, ob die Aktie aktuell kaufenswert ist oder nicht. Üblicherweise finden wir besonders diejenigen Unternehmen interessant, die mindestens 80% oder mehr in der Scorecard erreichen.

Netflix Aktienanalyse

Netflix erreicht in der Scorecard volle 100% und damit den Höchstscore. Damit erscheint die Aktie – rein fundamental betrachtet – als sehr aussichtsreicher Kaufkandidat.

Wachstum

Das Wachstum ist sehr beeindruckend. Umsatz und operativer Gewinn wachsen von links unten nach rechts oben mit zweistelligen Raten. Auch in den kommenden drei Jahren rechnen die Analysten damit, dass Netflix mit rund 20% beim Gewinn stärker als der Streaming-Markt wächst.

Netflix Aktienanalyse

Risiko

Die Nettoverschuldung liegt beim 1,4 fachen operativen Jahresgewinn. Das bedeutet, dass Netflix grundsätzlich 1,4 Jahresgewinne für die vollständige Schuldentilgung benötigen würde. Das ist eigentlich ein solider Wert.

Allerdings ist der operative Jahresgewinn – wie oben dargestellt – aufgrund der Aktivierung der Content-Produktionen höher als der tatsächliche Cashflow. Würde man diesen zugrunde legen, so bräuchte Netflix 11 Jahre zur vollständigen Schuldentilgung.

Positiv ist in jedem Fall die Gewinnkontinuität. So ist es Netflix in den letzten 5 Jahren stets gelungen, einen Gewinn zu erwirtschaften und diesen jedes Jahr zu steigern.

Profitabilität

Die Eigenkapitalrendite ist mit 32% sehr hoch, die EBIT Marge ist mit 20% ebenfalls gut. Für die Scorecard gibt es daher volle Punktzahl. Dennoch möchten wir auch hier wieder auf den Free Cashflow schauen. Denn die Free Cashflow Marge (Free Cashflow / Umsatz) wird in 2022 nur bei 2,5% liegen. Das bedeutet, dass von 100 Euro Umsatz nur 2,50 Euro Free Cashflow übrig bleiben. Das ist alles andere als profitabel.

Bewertung

Schauen wir nun auf die Bewertung der Netflix-Aktie. Im Rahmen meiner Scorecard fließt diese zu 50% in den Gesamtscore mit ein. Hierfür wird ein einfaches DCF Modell genutzt. Um ein gutes Bild zur Bewertung zu erhalten, schaue ich aber später noch auf andere Verfahren.

Diesem Modell liegt die Annahme zugrunde, dass der Unternehmenswert der Summe sämtlicher zukünftiger Gewinne entsprechen muss. Da ein Euro Gewinn in der Zukunft aufgrund der Inflation oder Opportunitätskosten weniger wert ist als ein Euro heute, werden die geschätzten zukünftigen Gewinne auf den heutigen Stichtag abgezinst (also diskontiert = discounted).

Ausgangspunkt ist wie immer das von Analysten erwartete Nettoergebnis für 2024. Netflix soll in den kommenden drei Jahren mit rund 20% beim EBIT wachsen. Beim Nettoergebnis liegt das erwartete Wachstum sogar bei 24%. Wir rechnen lieber etwas konservativer und haben angenommen, dass das Nettoergebnis in 2025 und 2026 zunächst mit 18% weiter wächst. Außerdem haben wir unterstellt, dass sich das Wachstum dann alle 5 Jahre um 25% reduziert.

Netflix Aktienanalyse

Bei diesen Annahmen ergibt sich eine jährliche Renditeerwartung von fast 13%, was einen vollen Bewertungsscore von 100% bedeutet (100% werden bei 12,5% Renditeerwartung erreicht).

Weitere Bewertungsverfahren

Historischer Vergleich

Werfen wir außerdem noch einen kurzen Blick auf die Bewertung im historischen 5-Jahresvergleich. Gemessen am KGV und KUV ist die Netflix-Aktie aktuell günstig bewertet. Beide Kennzahlen liegen deutlich unter dem 5 Jahresdurchschnitt.

Netflix Aktienanalyse

Analysten-Schätzungen

Auch die Analysten finden die aktuelle Bewertung der Netflix-Aktie kaufenswert. Das mittlere Kursziel liegt 36% über dem heutigen Kurs.

Durchschnittl. EmpfehlungAUFSTOCKEN
Anzahl Analysten42
Letzter Schlusskurs380,15 $
Mittleres Kursziel516,18 $
Abstand / Durchschnittliches Kursziel35,8%
Kursziel oberes Ende der Preisspanne700,00 $
Abstand / Höchstes Kursziel84,1%
Kursziel unteres Ende der Preisspanne305,00 $
Abstand / Niedrigstes Ziel-19,8%
Quelle: marketscreener.com

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Dividende und ausstehende Aktien

Netflix ist natürlich kein Dividendenzahler. Wer kein Cash erwirtschaftet, kann auch nichts an die Aktionäre ausschütten.

Gleiches gilt für Aktienrückkäufe. Auch dafür hat Netflix (noch) kein Geld. Im Gegenteil sogar: Die Zahl der Aktien wurde in den letzten Jahren von 380 Mio. auf 455 Mio. erhöht.

Netflix Aktienanalyse

Fazit zur Netflix Aktienanalyse

Netflix ist ein großartiges Unternehmen, welches es geschafft hat, ein regelmäßiger Bestandteil im Leben vieler Kunden zu werden. Der Markt für Video-Streaming wächst jährlich mit 8-9% und Netflix ist der größte Player im Markt. Die Serien und Filme erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

Um seine Marktposition zu halten muss Netflix allerdings viel Geld in die Produktion von neuem Content investieren. Daher ist es dem Unternehmen bislang nicht gelungen, einen positiven Free Cashflow zu erwirtschaften. Hinzu kommt eine hohe Verschuldung. Das Management und die Analysten glauben aber, dass sich dies schon sehr bald ändern wird und dass Netflix bald positive Cashflows erzielen wird.

Die Bewertung ist deutlich zurückgekommen und erscheint nunmehr sehr attraktiv zu sein. Wer an den Erfolg von Netflix glaubt, kann sich sicherlich einige Aktien ins Depot packen. Ein Basisinvestment ist Netflix für uns aber nicht. Das Unternehmen muss dafür erst einmal beweisen, dass man mit diesem Geschäftsmodell nachhaltig Cash erwirtschaften kann.

Wir hoffen, dir hat unsere Netflix Aktienanalyse gefallen. Euch viel Erfolg beim Investieren!

Beste Grüße


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Disclaimer zur Netflix Aktienanalyse

Ich habe die Netflix Aktienanalyse nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, kann aber die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten nicht garantieren. Es handelt sich um einen journalistischen Beitrag, der ausschließlich Informationszwecken dient. Es findet keinerlei Anlageberatung von Aktienliebe statt. Ferner ist dieser Beitrag keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder eine sonstige Beratung. Es handelt sich nicht um Steuerberatung. Es handelt sich lediglich um meine persönliche Meinung.

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