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Dividenden Musterdepot – So lief der Februar

Aktuell haben wir leider keine Zeit zum Durchschnaufen. Zuerst Corona, dann die Ankündigung über Zinserhöhungen und in der Folge ein Crash bei den Tech-Aktien. Und nun kommt auch noch ein offensichtlich geisteskranker Despot dazu, dem Menschenleben egal zu sein scheinen. Das Dividendenmusterdepot muss damit sehr früh beweisen, wie es sich in solchen Krisenzeiten schlägt.

Zielsetzung und Strategie

Mit dem Dividendenmusterdepot möchte ich prüfen, ob die 10 Kriterien, die ich an eine gute Dividendenaktie stelle, auch zu einer guten Rendite führen können. Das Musterdepot ist dabei langfristig angelegt und soll euch bei der Aktienauswahl für euer privates Dividendendepot inspirieren (es handelt sich natürlich nicht um eine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung 😉). Das Dividendenmusterdepot habe ich bei getquin* angelegt, um es leicht zu tracken.

Jeden Monat wird eine neue Aktie in das Musterdepot gekauft. Es schaffen nur Aktien in das Dividenden-Musterdepot, die mindestens 7 der 10 genannten Kriterien erfüllen. Verkäufe innerhalb des Depots sind möglich, wenn sich die Situation des entsprechenden Unternehmens ändert. Erhaltene Dividenden werden bei den Neukäufen reinvestiert. Über die aktuelle Entwicklung halte ich euch auf dem Aktienliebe-Blog auf dem Laufenden. Meine 10 Kriterien an eine gute Dividendenaktie kannst du in diesem Artikel nochmals nachlesen.

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Verkauf der Sberbank

Erst im Januar hatte ich nach meinem Dividendencheck die Sberbank-Aktie in das Musterdepot gekauft. Die Sberbank ist die größte Bank Russlands. Sie verwaltet fast ein Drittel des Gesamtvermögens des russischen Banksektors und ist das größte Einlageninstitut in Russland. Die Bewertung war günstig, die Dividendenkennzahlen sehr vielversprechend.

Dass eine derartig dramatische Entwicklung in der Ukraine eintreten wird, hatte ich nicht erwartet. Die Aktie habe ich daher gleich wieder aus dem Musterdepot verkauft. Zum einen sind die Folgen für russische Aktien insgesamt überhaupt nicht absehbar. Es geht folglich um Risikobegrenzung, frei nach Warren Buffett: Regel 1: Kein Geld verlieren (ist hier nicht ganz gelungen…). Zum anderen sollte man sich mit seinen Investments wohl fühlen. Nur dann kann man auch schwierige Phasen gut überstehen. Das ist bei der Sberbank nicht der Fall. Russische Aktien sind nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch in der Ukraine für mich zu einem „No-Go“ geworden.

Verkauf der Sberbank-Aktie, leider mit einem Verlust von 35,5%. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…

Der Februar-Kauf: 3M

Warum habe ich die Aktie gekauft?

3M Company ist ein Industriekonzern, der unglaublich innovativ ist. Man stellt unzählige Produkte für verschiedenste Branchen her: Schleifmittel, Klebstoffe, Luft- und Flüssigkeitsfiltersysteme, Elektronik, orthopädische und chirurgische Geräte, Beatmungsgeräte sowie Post-It-Haftnotizen und Scotch-Klebebänder.

Ich hatte 3M erst kürzlich meinem Dividendencheck unterworfen. Das Unternehmen hatte in den letzten Jahren einige Probleme. Die Bewertung ist daher aktuell deutlich günstiger als in der Vergangenheit. Die Dividendenrendite nähert sich der 4% Marke an. Es könnte durchaus sein, dass in der Zukunft einige Geschäftsbereiche abgespalten oder verkauft werden. 3M arbeitet daran, zurück auf den Wachstumspfad zu gelangen. Die Analysten trauen es 3M zu.

3M ist ein Dividendenkönig. Das sind Unternehmen, die seit mehr als 50 Jahren jedes Jahr ihre Dividende erhöht haben. Im Fall von 3M sind es sogar 64 Jahre.

3M-Dividendencheck

Die 3M-Aktie erreicht 9 von 10 Punkten im Dividendencheck. Abzug gibt es nur deshalb, weil die Dividende in den letzten 5 Jahren „nur“ noch mit 5,81% p.a. gesteigert wurde. Insgesamt stellt 3M damit ein großartiges Unternehmen für Dividendeninvestoren dar.

Dividendenrendite > 2%3,65%
Div. Wachstum 5J > 10%5,81%
Div. Wachstum 10J > 10%10,65%
Keine Senkung seit mind. 10J64
Steigert seit mind. 10J64
Payout Gewinn < 66%58,6%
Payout FCF < 66%58,7%
Stabilität mind. 90%0,96
Fair Value Dividende > Kurs190 USD
Max. Quellensteuer < 16%15%
3M erreicht 9 von 10 Punkten im Dividendencheck. Abzug gibt es nur aufgrund des „geringen“ Dividendenwachstums in den letzten 5 Jahren.

Depotentwicklung

Bestand

Nach dem Verkauf der Sberbank-Aktie und dem Neuerwerb von 3M befinden sich weiterhin 6 Aktien im Dividendendepot: CVS Health, Fresenius, KDDI, Texas Instruments, Starbucks und 3M.

Dividenden

Im Februar sind auch endlich die ersten Dividenden eingegangen. CVS, Starbucks und Texas Instruments haben jeweils die Quartalsdividende gezahlt. Insgesamt sind dem Verrechnungskonto 16,81 € gutgeschrieben worden.

Performance

Durch den verlustreichen Verkauf der Sberbank-Aktie befindet sich das Dividendendepot dennoch rund 6% im Minus. Angesichts der turbulenten Börsenzeiten und trotz dem Fehlgriff mit der Sberbank ist das Ergebnis durchaus akzeptabel.


Gewichtung

Mit jeweils rund 34% bleiben das Gesundheitswesen und die Informationstechnologie weiterhin hoch gewichtet. Dies liegt daran, dass jeweils zwei von sechs Werten aus diesen Sektoren kommen (CVS und Fresenius bzw. KDDI und Texas Instruments).

Durch den Verkauf der Sberbank ist die bislang einzige Aktie aus den Schwellenländern aus dem Depot geflogen. Mit 3M wurde der Anteil von Nordamerika auf 66% ausgebaut. Angesichts der Ukraine Krise ist dies m.E. eine gute Allokation. Europäische Aktien sind aufgrund der räumlichen Nähe sowie bestehender Handelsbeziehungen derzeit stark unter Druck.

Wenn du deine Depots ebenfalls einfach und übersichtlich tracken möchtest, kannst du dir hier kostenlos die getquin* App herunterladen. getquin ist eine kostenlose Lösung für die Depot-Analyse und erlaubt es dir alle deine Investitionen aggregiert an einem Ort zu verfolgen. Durch eine Social-Komponente kann jeder Investor seine Performance mit Indices, Einzeltiteln oder sogar anderen Investoren vergleichen.

Euch viel Erfolg bei euren Investment-Entscheidungen.

Macht es gut.


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