Das war diese Woche relevant

Jede Woche schauen wir auf die wichtigsten Nachrichten, die die Börse bewegt haben. Diese Woche mit Sixt, Bayer, Twitter, Wirecard, Volkswagen und BMW

Wochenrückblick vom 25.05. – 29.05.2020

  1. Sixt
  2. Bayer
  3. Twitter
  4. Wirecard
  5. Volkswagen
  6. BMW

Sixt Aktie startet nach Hertz-Pleite durch

Anfang der Woche wurde bekannt, dass der US Konkurrent Hertz in den USA Insolvenz angemeldet hat (Chapter 11). Dies sowie die erfreulichen Nachrichten zu geplanten Lockerungen in der Corona Krise führte dazu, dass die Stammaktien von Sixt über die Marke von 70 EUR geklettert sind. Der Aktienkurs hat sich damit seit Mitte März mehr als verdoppelt.

Sixt ist aufgrund seiner soliden Bilanz besser aufgestellt als die Konkurrenz. Die stufenweise Rückkehr zur Normalität führt zudem dazu, dass Dienst- und Urlaubsreisen langsam wieder möglich werden.

Kurzeinschätzung: Diese schnelle Erholung nach dem Kurseinbruch im März ist für uns dennoch überraschend. An der Börse wird zwar die Zukunft gehandelt, und hier ist Sixt gut aufgestellt. Es wird aber noch lange Zeit dauern, bis Umsatz und Gewinn wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Unsere ausführliche Aktienanalyse zu Sixt findest du hier.

Einigung im Glyphosat-Streit bei Bayer?

Es zeichnet sich zunehmend eine Einigung zwischen Bayer und Klägern im Streit um angebliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup ab. Bayer strebt hier einen Vergleich an, um den Rechtsstreit endlich beizulegen.

Für die Aktionäre hat sich die Übernahme von Monsanto durch Bayer bislang nicht ausgezahlt. Seit die 63 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme Mitte 2018 vollzogen wurde, ist der Aktienkurs von Bayer um 42 Prozent eingebrochen.

Kurzeinschätzung: Sobald das leidige Glyphosat-Thema gelöst ist, kann Bayer in eine bessere Zukunft blicken. Für Anleger bietet Bayer eine chancenreiche Investitionsmöglichkeit. Unsere ausführliche Analyse zu Bayer findest du hier.

Trump hetzt gegen den Twitter

Eigentlich nutzt US Präsident Donald Trump den Nachrichtendienst Twitter sehr gerne. Nun richtet sich sein Zorn aber genau gegen seinen Lieblingsdienst. Der Grund? Erstmals hatte das Unternehmen einen Trump Tweet einem Faktencheck unterzogen. Einige Äußerungen des US-Präsidenten wurden als falsch bezeichnet und mit Warnhinweisen versehen. So hatte Trump behauptet, dass Briefwahl Wahlbetrug begünstigen könnte.

Nun droht Trump mit einer stärkeren Regulierung des Nachrichtendienstes sowie anderer sozialer Netzwerke. In der Vergangenheit hatte sich Trump bereits über Facebook beschwert.

Kurzeinschätzung: Eigentlich gehörte Twitter zu den Profiteuren der Trump Regierung, rückte der Zwitscherdienst doch gerade durch die Trump-Tweets immer mehr in den Fokus. Nun droht Ungemach und es bleibt abzuwarten, wie es in dieser Causa weitergeht.

Markus Braun kauft Wirecard Aktien im Wert von 2,5 Mio EUR

Wirecard Chef Markus Braun ist offenbar der Meinung, dass die Wirecard Aktie derzeit stark unterbewertet ist. So wurde am Donnerstag bekannt, dass er selbst Aktien des eigenen Unternehmens im Wert von knapp 2,5 Mio EUR gekauft hat.

Kurzeinschätzung: Man sollte doch davon ausgehen können, dass Markus Braun diesen Betrag deswegen investiert, weil er selbst an die Zukunft des Unternehmens und eine deutliche Unterbewertung glaubt. 2,5 Mio EUR sind selbst für den Chef eines DAX 30 Unternehmens sehr viel Geld. Wirecard bleibt weiterhin sehr interessant, ist aber nur für risikobereite Anleger ein Kauf.

Volkswagen treibt das Geschäft mit Elektroautos voran

VW kauft 26 Prozent der Anteile am chinesischen Batteriehersteller Gotion (Guoxuan) für eine Milliarde EUR. VW wird damit zum Großaktionär von Gotion.

Zudem soll eine weitere Milliarde in das schon bestehende Gemeinschafts-unternehmen JAC Volkswagen investiert werden. JAC ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Elektroautos spezialisiert.

Kurzeinschätzung: VW erhofft sich davon, stark vom Aufschwung Chinas sowie der Elektromobilität zu profitieren. Das ist unserer Ansicht nach auch genau der richtige Schritt. VW scheint uns unter den deutschen Automobilherstellern das Unternehmen zu sein, das am besten positioniert ist.

BMW mit großen Problemen in der Krise

BMW muss offenbar den Stellenabbau im Konzern beschleunigen. Es wurde bekannt, dass der Vorstand mit dem Betriebsrat darüber verhandelt, wie man ohne betriebsbedingte Kündigungen möglichst schnell rund 6.000 der weltweit 126.000 Arbeitsplätze streichen kann.

Kurzeinschätzung: Durch Covid 19 ist bei BMW im laufenden Jahr mit einem Verlust zu rechnen. Die diskutierten Maßnahmen klingen düster. Unsere Einschätzung: Lieber die Finger von der Aktie lassen. Unsere ausführliche Aktienanalyse zu BMW findest du hier.

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